Sedierung

sedierung.jpgBei den endoskopischen Untersuchungen legen wir besonders großen Wert darauf, daß diese schonend und schmerzfrei erfolgen. Wir bieten daher zur Untersuchung eine „Schlafspritze“ (Propofol evtl. in Kombination mit Midazolam) an, um eine so genannte Sedierung (Kurznarkose) zu erzeugen. Sie wird über eine Verweilkanüle in eine geeignete Vene des Unterarms verabreicht. Dies erzeugt eine Art medikamentös hervorgerufene, kurze Bewusstlosigkeit. Mit einer Vollnarkose wie bei einer Operation, bei der eine künstliche Beatmung erforderlich ist, hat das nichts zu tun. Während der Untersuchung erfolgt eine kontinuierliche Überwachung von Herz-, Kreislauf- und Atemfunktion. Im Vergleich zu früher ist die Belastung des Patienten durch diese Untersuchungen hierdurch erheblich zurückgegangen.

Auch die Untersuchungsdauer hat sich dadurch stark verkürzt. Nach Abschluss der Untersuchung können Sie sich in unserem Ruheraum auf speziellen Liegen noch ausruhen. Das Befinden nach der Untersuchung und der Schlafspritze ist meist gut, nach einer relativ kurzen Latenzzeit sogar völlig unbeeinträchtigt. Sie müssen sich nach einer endoskopischen Untersuchung jedoch in jedem Fall in unserer Praxis von einer Vertrauensperson abholen lassen.

Für den Fall einer Sedierung gibt es eindeutige gesetzliche Regelungen. Sie bieten keinen individuellen Ermessensspielraum! Sie dürfen unabhängig von der benutzten Medikamentendosierung, persönlicher Verträglichkeit und anderen Einflussfaktoren mindestens bis zum Morgen des Folgetages nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Es dürfen auch keine gefährlichen Maschinen bedient oder Geschäfte von größerer Tragweite getätigt werden. Der Betroffene gilt als geschäfts- und fahruntüchtig.

Informationen zur Sedierung bei endoskopischen Untersuchungen